Fehmarnbelt-Querung - Archäologische Untersuchungen

Windpark östlich von Rødbyhavn

Das jungfräuliche Areal im Windpark östlich von Rødbyhavn vor dem Beginn der archäologischen Untersuchungen

 

Das Museum Lolland-Falster führt vor dem Bau der festen Fehmarnbelt-Querung archäologische Untersuchungen durch.

 

Der Bau des Tunnels unter dem Fehmarnbelt bietet dem Museum Lolland-Falster die einzigartige Möglichkeit, die große Kulturlandschaft bei Rødbyhavn auf Lolland auf eventuelle prähistorische Spuren zu untersuchen. Anfang Mai 2012 begann das Museum Lolland-Falster mit der einleitenden Voruntersuchung der Flächen, auf denen die dänischen Landanlagen der festen Querung entstehen sollen. Sie könnte als größtes archäologisches Projekt in die dänische Geschichte eingehen.

 

Viele Kubikmeter Erde

Allmählich prägen viele Kubikmeter Erde die Landschaft des Windparks

 

Die Voruntersuchung hat gezeigt, dass urzeitliche Buchten und Landspitzen in dieser Gegend während der Alt- und der Jungsteinzeit von ca. 6000 bis 3000 v. Chr. besiedelt waren. Gut erhaltene Funde, zu denen u. a. Feuersteinwerkzeuge, Fischzäune, zugespitzte Pfähle aus Fischwehren, Keramik, Knochenspitzen und Tierknochen gehören, zeugen davon, dass die Küste in der Steinzeit viele milde Orte und gute Fischfangplätze bot.

 

Feuerstein Funde

Die archäologischen Untersuchungen haben eine Fülle fantastischer, einzigartiger Funde ans Licht gebracht

 

Die Voruntersuchung wurde Ende Juni 2013 abgeschlossen und die eigentlichen Ausgrabungen begannen im Spätsommer desselben Jahres. Die übergeordnete Ausgrabungsstrategie konzentriert sich auf die Anpassung des Menschen auf die Klima- und Naturentwicklung im Zeitraum 6000 bis 3000 v. Chr., den Neolithisierungsprozess (den Übergang vom Jägern zum Bauern) sowie auf Lolland als Tor nach Europa.