Holz in großen Mengen

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Das Holz wird freigelegt, gereinigt und anschließend fotografiert und registriert.

 

Aufgrund der guten Erhaltungsbedingungen für organisches Material ist sehr viel Holz erhalten. Dies ist eine Seltenheit bei archäologischen Ausgrabungen und daher eine optimale Gelegenheit, mehr über die Anwendung und Bearbeitung von Holz während der Steinzeit zu erfahren.

 

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Dank der fantastischen Erhaltungsbedingungen kann man deutliche Bearbeitungsspuren am Holz erkennen

 

Es wurden zahlreiche zugespitzte Stangen und Pfähle gefunden, die häufig 50 cm tief im lehmigen Boden steckten und verschiedenen Funktionen dienten. So waren beispielweise die meisten Stangen vermutlich Teil einer Fischfanganlage. Die senkrecht stehenden Stangen dienten wahrscheinlich zum Festhalten von Fischmatten. Eine solche Matte wurde ebenfalls bei der Ausgrabung gefunden. Die Matten konnten abgenommen und versetzt werden, während die senkrechten Pfähle stehenblieben.

 

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An vielen Stellen der Ausgrabung fanden die Archäologen Stangen, die tief in den Lehmboden steckten.

 

Die bevorzugte Jagdwaffe der Steinzeitmenschen war der Bogen. Bei der Ausgrabung wurde das Fragment eines Bogens gefunden, außerdem ein Pfeilschaft mit erhaltener Schnürung und Nocke. Die Nocke ist eine Vertiefung im Pfeilschaft, in der die Bodensehne angelegt wird. Man fand Reste des Teers, mit dem die Befiederung befestigt war. Auch Reste der Schnüre, die ebenfalls zur Befestigung der Befiederung dienten, waren erhalten.

 

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Viele Holzfunde weisen deutliche Spuren des Bodendrucks auf, der jahrtausendelang auf ihnen lastete

 

Das Holz ist 6.000 Jahre alt, sieht aber aus wie neu. Es hat die gleiche Farbe wie frisches Holz, ist jedoch weich. Wenn es nicht im Wasser liegt, trocknet es aus.