Keramik

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Manchmal gelingt es, zerbrochene Keramik wieder zusammenzufügen

 

Keramik spielt eine wichtige Rolle in der Archäologie, da sie wichtige Hinweise für die Datierung archäologischer Funde gibt. Die bei den Ausgrabungen bei Rødbyhavn gefundene Keramik zeigt jedoch eine große Variationsbreite, was darauf hinweist, dass neue Bräuche und Traditionen nicht von einem Tag auf den anderen eingeführt wurden. Der Übergang von Jägern zu Bauern erfolgte schrittweise und über einen längeren Zeitraum, und während dieser Zeit kam die Keramik auf.

 

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Keramik wird nach der Form ihres Randes und nach der Art der Ornamentik datiert.

 

Ein Teil der Keramik wirkt grob, fühlt sich rau an und weist keinerlei Ornamente auf. Andere Stücke sind schön mit Linien, Punkten und Fingereindrücken dekoriert. Eine einzelne Scherbe hat sogar eine Öse, die möglicherweise zur Befestigung einer Schnur diente, mit der das Gefäß über das Feuer gehängt werden konnte.
Die Keramikgefäße wurden zur Herstellung und Aufbewahrung von Speisen verwendet, außerdem fertigte man Schalen an, die als Tranlampen dienten.

 

Tongefäße dienten zur Aufbewahrung und Zubereitung von Speisen. An den Siedlungsplätzen der Jungsteinzeit wurden schon seit langer Zeit Keramikgefäße hergestellt, und die Töpfer waren vertraut mit ihrem Handwerk und dem Rohstoff Lehm.
Die Variation der Gefäßformen und ihre Dekoration hatten sowohl praktische als auch symbolische Bedeutung für die Menschen der Jungsteinzeit. Während der ersten Entwicklungsphase der Landwirtschaft waren schlichte Krüge mit einem trichterförmigen Hals die gewöhnlichste Form des Tongefäßes. Diese sogenannten Trichterbecher gab es in vielen verschiedenen Varianten, mit kurzem oder langem Hals, mit mehr und weniger gewölbtem Bauch.