Kernbohrungen

Probebohrung

Zur Erkundung des 187 ha großen eingedeichten Areals wurden in Zusammenarbeit mit einer holländischen Baufirma Probebohrungen durchgeführt

 

In der ersten Phase der Voruntersuchung von Mai bis August 2012 bohrte das Museum Lolland-Falster in Zusammenarbeit mit einem Expertenteam der holländischen Baufirma Sialtech 987 dünne Bohrkerne mit einem Durchmesser von 70 mm aus dem lolländischen Untergrund.

 

Auf der Suche nach Aktivitäten von Mensch und Natur

In den Bohrkernen war deutlich zu erkennen, welche Bodentypen in den verschiedenen Tiefen vorhanden sind und wann es zu landschaftlichen Veränderungen in der Gegend kam. 378 der Proben aus dem 187 ha großen eingedeichten Areal wurden anschließend sorgfältig untersucht, wobei besonders darauf geachtet wurde, wo sich die einzelnen Bodenschichten im Verhältnis zueinander befanden. Die anderen Bohrkerne wurden auf Artefakte und damit Spuren menschlicher Aktivität untersucht. Sämtliche Bohrungen wurden mit GPS und Tachymeter exakt vermessen. Damit war es möglich, sie in Bezug zueinander zu verorten und damit einen visuellen Überblick über das Aussehen des Küstengebiets in der Steinzeit zu erhalten.

 

Untersuchung von Bodenproben

Die Bodenproben wurden sorgfältig auf Spuren von Mensch und Natur untersucht

 

Lokalisierung der Siedlungsplätze

Auf Grundlage der vielen Bohrungen erstellte das Museum ein Landschaftsmodell des Küstengebiets um das Jahr 4000 v. Chr., das deutlich die Verteilung von Land und Wasser in jener Zeit zeigte. Zusammen mit den vorliegenden Kenntnissen über die Bebauungsmuster der Steinzeit ermöglichte es, die Standorte der steinzeitlichen Siedlungsplätze vorherzusagen