Schneckenbohrungen

Untersuchung des Bodens

Die vielen Kubikmeter Erde, die der Schneckenbohrer zu Tage fördert, werden sorgfältig auf Spuren menschlicher Aktivität untersucht

 

Ausgehend vom Landschaftsmodell, das auf Grundlage der 987 Kernbohrungen erstellt wurde, und dem vorhandenen Wissen über die Lage der steinzeitlichen Siedlungsplätze leitete das Museum Lolland-Falster die zweite Phase der Voruntersuchung ein. Von Dezember 2012 bis März 2013 führte das Museum in Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen MSE A/S 1.119 Schneckenbohrungen in dem 187 ha großen eingedeichten Areal durch. Die Schneckenbohrungen hatten einen Durchmesser von 120 cm und dienten zur Untersuchung des großen Gebiets auf menschliche Aktivität in Form von Artefakten. Bei jeder Bohrung wurden vier Kubikmeter Erde zu Tage gefördert, die anschließend auf Funde untersucht wurden. Außerdem wurden eventuelle Siedlungsplätze lokalisiert.

 

Registrierung der Spuren

Sämtliche Spuren menschlicher Aktivität werden sorgfältig registriert, um anschließend Siedlungsaktivitäten lokalisieren zu können

 

Die Lage der Funde wird genau registriert

Alle Kernbohrungen wurden mit GPS und Tachymeter registriert und sämtliche Gegenstände aus den Proben wurden zu ihrer repräsentativen stratigrafischen Sedimentschicht in Bezug gesetzt. Anschließend erstellte man eine Karte, die die Verbreitung der Funde zeigt.