Wie läuft die Dokumentation der Gebäude ab?

Wand mit Plakaten geschmückt

Eventuell übriggebliebene Möbel oder Ausschmückungen können Auskunft über den persönlichen Stil und Stilepochen geben

 

Zu Beginn wird eine sogenannte archivarische Kontrolle durchgeführt, bei der man die grundlegendsten Informationen über das Gebäude und seine Baugeschichte sammelt. Diese wird durch gründliche Archivstudien ergänzt, häufig in Zusammenarbeit mit dem Ortsgeschichtlichen Archiv Südlolland.

 

Danach erfolgt eine physische Dokumentation durch die Mitarbeiter des Museums in Form einer gründlichen Fotodokumentation der Außenseite und der Baudetails der einzelnen Gebäude. Soweit möglich wird auch das Innere auf diese Weise dokumentiert. Darüber hinaus werden Grundriss und Fassaden vermessen und beschrieben sowie eventuell besondere landschaftliche Verhältnisse und/oder bauliche Zusammenhänge.

 

Anschließend befragt man die letzten Besitzer oder andere relevante Informanten. Neben den privaten Geschichten, die mit den jeweiligen Gebäuden verknüpft sind, geht es in den Befragungen auch um die Beziehung der Informanten zur ortsgeschichtlichen Entwicklung sowie - falls es sich um den letzten Besitzer handelt - um den Prozess der Enteignung.

 

Schließlich werden die physischen und nicht physischen Werte in einer Analyse des Kulturerbes und der Bedeutung der Stätte für die Identität und Ortsverbundenheit der Befragten sowie deren Einfluss auf die Gebäude und die Gegend mit der örtlichen Geschichte verknüpft.

 

Die Fassade muss vermessen werden

Die Fassade muss vermessen werden