Kulturlandschaft Rødby Fjord und Lidsø

Kanäle und Pumpenstation

Das Gebiet rund um das Gut Lidsø wird vom eingedeichten und trockengelegten Rødby Fjord gebildet.Pumpenstationen und schnurgerade Kanäle sind deutliche Anzeichen der Trockenlegung und prägen die Landschaft.

 

Kulturmiljø (Kulturlandschaft)

Eine wertvolle Kulturlandschaft ist in der Stadtplanung definiert als geografisch abgegrenztes Gebiet, das durch sein Erscheinungsbild wesentliche Züge der gesellschaftlichen Entwicklung widerspiegelt. Es unterliegt u. a. gemäß § 11 a, Nr. 14 des dänischen Planungsgesetzes der Zuständigkeit der Kommunen. Das bedeutet, dass die Kommunen für die Kartierung, Ausweisung und Sicherung dieser Kulturlandschaften verantwortlich sind.

 

Lidsø liegt auf einer ehemaligen, langgestreckten Insel gleichen Namens im Rødby Fjord. Daher ist die das Gut umgebende Natur von der ehemaligen Fjord- und Insellandschaft geprägt.

 

Die Geschichte von Lidsø ist die Geschichte vom Kampf des Menschen gegen die Natur und vom Wunsch der diversen Gutsbesitzer nach mehr Ackerland. 1861 begann der damalige Besitzer von Lidsø mit dem Abpumpen des Wassers. Ende der 1920er Jahre gelang es schließlich nach wiederholten Versuchen, den Rødby Fjord trockenzulegen. Heute hat die Kulturlandschaft rund um Lidsø und den Rødby Fjord einen historischen Quellenwert, denn sie hilft uns zu verstehen, wie die Fjordlandschaft einst aussah. Die Kulturlandschaft ist geprägt von Niveauunterschieden, Dämmen, schnurgeraden Kanälen und Pumpstationen, die von den großen Landgewinnungsprojekten zeugen.

 

Die Kulturlandschaft hat einen lokalen Identitätswert, da die umfangreichen Landgewinnungsprojekte von entscheidender Bedeutung für die Bauern waren. Noch heute wird die Bevölkerung immer wieder an die Trockenlegung erinnert, wenn sich z. B. die Landwirte mit dem nassen Boden herumschlagen.