Kulturlandschaft Rødbyhavn

Blick über den Hafen

Rødbyhavn entstand als Industrieort und ist dies auch heute noch. Der erste Arbeitgeber des Städtchens war eine Schiffswerft. Heute sind es vor allem die großen Silos der Landwirtschaftsindustrie, die den Industriehafen prägen.

 

Kulturmiljø (Kulturlandschaft)

Eine wertvolle Kulturlandschaft ist in der Stadtplanung definiert als geografisch abgegrenztes Gebiet, das durch sein Erscheinungsbild wesentliche Züge der gesellschaftlichen Entwicklung widerspiegelt. Es unterliegt u. a. gemäß § 11 a, Nr. 14 des dänischen Planungsgesetzes der Zuständigkeit der Kommunen. Das bedeutet, dass die Kommunen für die Kartierung, Ausweisung und Sicherung dieser Kulturlandschaften verantwortlich sind.

 

Rødbyhavn ist erst ca. 100 Jahre alt. Der Ort entstand im Zuge des Baus einer Schiffswerft mit zugehörigen Industriegebäuden, Angestellten- und Arbeiterwohnungen. Als die Werft 1924 pleiteging, wurde die Institution Rødbygård/Kofoedsminde gegründet, die in ehemaligen Werftgebäuden und einigen Neubauten ansässig war. Die Werftgebäude am Hafen übernahm eine Zementfabrik, außerdem siedelten sich viele andere Gewerbe im Ort an. Mit der Etablierung der Vogelfluglinie im Jahre 1963 entstanden neue Fähranlagen mit zugehörigen Gebäuden. Dass die Geschichte des Städtchens mit ihren verschiedenen Phasen und Themen noch heute deutlich und gut erhalten im Stadt- und Hafenbild erkennbar ist, macht Rødbyhavn besonders interessant, aber auch anfällig gegenüber Veränderungen.

 

Street view Rødbyhavn

Die Häuser im K H Kofoedsvej wurden um 1916 für die Arbeiter der Schiffswerft gebaut.Im Hintergrund sieht man einen Fabrikschornstein, der von Rødbyhavns Status als Industrieort zeugt.