Das Freilichtmuseum - Maribos Frilandsmuseum

Information:

Adresse:
Frilandsmuseet - Das Freilichtmuseum, Meinckesvej, 4930 Maribo
Öffnungszeit:
1. Mai bis 30. September und Woche 42
Dienstags bis Sonntag ab 10 bis 16 Uhr, Montags geschlossen
Eintritt:
Erwachsene: 30dkr, Kinder bis 18 Jahre: Kostenlos

Im Jahre 1927 fand am Søndersee in Maribo die Eröffnung des Freilichtmuseums statt. Schon im Jahre 1923 fing der Anfang des Museums an. Alex Holck, der Kreisverwalter und Vorsitzender des Stiftsmuseums Lolland-Falster, hatte Victor Kolbye, der Vorsteher der Zuckerfabrik in Maribo, einberufen. Der Vorsitzende des Stiftsmuseums strebte an, den Vorsteher der Zuckerfabrik zu der Errichtung eines Freilichtmuseums am Ort zu überreden. Das Areal stand im Eigentum der Zuckerfabrik, aber es gelang dem entschlossenen Kreisverwalter, Herrn Kolbye von seiner Idee zu überzeugen. Danach hatte es Eile, die Idee zu verwirklichen, weil welche Verabredungen, bzw. Verhandlungen hinsichtlich der Übernahme, bzw. der Abnahme, Umzug und Wiederaufführung der Gebäude gemacht werden mussten.

1924 kamen die ersten Bauelemente zum Gebiet, und danach fing die Arbeit der Errichtung an. Die Arbeit war nicht leicht, aber nach und nach fing das Gebiet am See an, einem Freilichtmuseum zu gleichen. 3½ Jahre nach der Sitzung der Herren Holck und Kolbye wurde das Museum eingeweiht und zwar unter dem Namen "Die alten Häuser"(De gamle Huse). Im Jahre 1927 eröffnete das Museum, nämlich mit 7 Häusern, aber danach sind mehrere hinzugekommen. Heute verfügt das Museum über 16 Gebäude, die insgesamt die Geschichte von der Bauweise, bzw. vom Leben auf dem Lande auf Lolland und Falster vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg berichtet.

Die Häuser liegen in einem einzigartigen Gebiet zwischen kleinen Gärten, Winkeln und Rasen, die dazu beitragen, das Erlebnis komplett zu machen.
Heute besteht das Freilichtmuseum u. a. aus ca. 10 Häusern, einem Bauernhof, einer Bockmühle und aus einer Schule. In den Häusern herum gibt es verschiedene alte Spiele, die ohne Restriktionen ausprobiert werden können. Während der Saison finden mehrere größere und kleinere Arrangements im Gebiet statt, und es gibt andauernd unterschiedliche Initiative der Vermittlung.

Die Häuser des Freilichtmuseums sind typische Beispiele des Bewohnens des 18. Jahrhunderts. Die Häuser bestehen vor allem aus drei Typen von Materialien - Holz, Stroh und Lehm, was zu dieser Zeit typisch war. Im 18. Jahrhundert wurde der größte Teil der Landwirtschaftsgebäude aus Fachwerk errichtet und zwar mit gedeckten Strohdächern. Die Arbeit, ein Haus aus Fachwerk zu errichten, war ein längerer und umfassender Vorgang. Erstens wurde das Fundament gelegt. Es bestand aus einer Reihe von Steinen, die sich den Feldsteinen ähnelten und ganz oft aus Granit bestanden. Danach fing der Aufbau des Fachwerks an und zwar mit bebautem Holz aus Eiche, das gemäß einem ganz bestimmten System gesetzt wurde. Nachdem das Haus errichtet worden war, fing die Arbeit des Aufbaus des Dachs an. Die Zwischenräume des Holzes wurden mit Weiden aus Weide oder Hasel ausgefüllt. Diese Weiden wurden zwischen dem senkrechten Holz geflochten.