Næstved Museum

Foto: Helligåndshuset

Helligåndshuset

Öffnungszeiten

Helligåndshuset
Ringstedgade 4 B, Tlf. 55 77 08 11
Dienstag - Mittwoch und Freitag - Samstag: 10-14
Donnerstag: 10-18
Sonntag: 13-16
Montag: Geschlossen

Boderne:
Sct. Peders Kirkeplads 8
Dienstag - Mittwoch und Freitag - Samstag: 10-14
Donnerstag: 10-18
Sonntag: 13-16
Montag: Geschlossen


Eintritt:  Frei

Wegweiser

Das Næstved Museum wurde 1917 gegründet und sammelt seither materielle Überreste und Wissen aus einem Arbeitsbereich, der den heutigen Gemeinden Næstved, Suså, Holmegaard und Fladså im nordwestlichen Teil des Kreises Storstrøm entspricht.

Zeitlich stammen die Überreste aus der Zeit von der letzten Eiszeit bis heute.
Das Næstved Museum ist heute ein staatlich anerkanntes kulturgeschichtliches Museum und ist damit am Zuständigkeitsbereich des Reichsantiquars für das archäologische Erbe Dänemarks beteiligt. Daneben beschäftigen wir uns auch mit der Geschichte der neueren Zeit.
Schließlich hat das Museum ein besonderes Spezialgebiet, nämlich das Kunstgewerbe mit Ausgangspunkt in örtlichen Unternehmen im Bereich Glas und Keramik.

Helligåndshuset
Die Ausstellungen im Helligåndshuset behandeln die allgemeine geschichtliche Entwicklung der Region ab dem Mittelalter. Der Kirchensaal ist der ursprüngliche Kirchenraum des Helligåndshuset, Vor Frue Kirke (Kirche Unserer Lieben Frau) in Næstved, aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts bis 1803. Hier wird heute mittelalterliches Kircheninventar aus den Kirchen der Gegend um Næstved gezeigt.

Der mittelalterliche Abschnitt konzentriert sich auf das Verhältnis zwischen Land und Stadt, ausgehend von originalen mittelalterlichen Gegenständen, die bei den Ausgrabungen des Museums gefunden wurden.
Der nächste Abschnitt beleuchtet das Holzschnitzerhandwerk im 16. und 17. Jahrhundert, ausgedrückt in Gebälk für den Hausbau und Inventar.
Ein Modell von Næstved im Sommer 1682 visualisiert das Aussehen der Provinzstadt mit Fachwerk und steinernen Häusern hinter Zäunen und Stadttoren.
Weitere Abschnitte behandeln die bürgerliche Vogelschützengesellschaft in Næstved, das Justizwesen in Næstved und das Militär in Næstved, das Lanzenreiter, Dragoner und Gardehusaren umfaßte.
Eine Ausstellung alten Spielzeugs aus der Gegend führt zu einer Abteilung mit Textilien für Kinder, Frauen und Männer in Stadt und Land.
Schließlich gehört zu den Ausstellungen ein Raum für Sonderausstellungen, wo häufig kleinere Sonderausstellungen mit Bezügen zu den kulturgeschichtlichen Sammlungen gezeigt werden.

"Boderne"

Foto: Boderne

Boderne

In dänischen mittelalterlichen Städten bezeichnet das Wort "boder" Räume oder Häuser, die vermietet werden. Die „Boder" in Næstved bestehen aus drei mittelalterlichen Gebäuden: Gotschalks Steinhaus aus der Zeit um 1400 mit 3 Einheiten, das Westhaus von etwa 1450 mit 1-2 Einheiten und Mogens Tuesens Steinhaus von etwa 1480 mit 7 Einheiten. Insgesamt umfaßten die „Boderne" im Spätmittelalter 10-11 Wohnungen. Die „Boder" erhielten 1987 den Europa Nostra-Preis für die gelungene Restaurierung durch die Gemeinde Næstved in den Jahren 1969-1984. Das Næstved Museum besitzt das Nutzungsrecht für die „Boder".
Hier werden Ausstellungen über das Kunstgewerbe mit Ausgangspunkt in örtlichen Unternehmen wie H.A. Kählers keramische Fabrik und der Glashütte Holmegaard gezeigt.
Der erste Raum zeigt eine Auswahl neuerer dänischer Keramik, hergestellt bei Kähler bzw. von selbständigen Keramikern im ganzen Land. Die Besucher erhalten hier einen Eindruck von der Spannweite der neueren dänischen Keramik aus den letzten ca. 100 Jahren.

Ein Ausschnitt der Ausstellung. Für Informationen über die Exponate das Bild anklicken.
Danach folgen zwei Räume mit Beispielen von Glas aus der Glashütte Holmegaard. Man verfolgt die Entwicklung von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die moderne Zeit mit den Designern Svend Hammershøi, Orla Juel Nielsen, Jacob E. Bang und Per Lütken.
Ein Raum ist Silber aus Næstved aus der Zeit etwa 1600 bis etwa 1850 gewidmet. Anhand von ca. 90 Werken ist anhand von Geschirr, Kleidungssilber und Hohlwaren wie Becher und Kannen die Stilgeschichte zu verfolgen.
Danach folgen drei Räume mit Kähler-Keramik, in der die vier Generationen der Familie Kähler vorgestellt werden.

Maleri: P.S. Krøyer: Herman A. Kählers Værksted

P.S. Krøyer (1851-1909): Herman A. Kählers Værksted. Pastel, 1905.

In the first room one meets the Kindhestegade workshop (1839-95), with tiled stoves and kitchen utensils (Herman J. and Carl F. Kähler) and the factory on Kählersvej (1875-1917) with artist ceramics with a red lustre (Herman A. Kähler). The next room presents the factory (1917-40) with horn painting, statuettes and animal 'banks' (Herman H.C. Kähler). The third room shows the factory (1940-70) with the style of the 1950s, teapots and the original turquoise Kähler glazing (Herman J. og Nils Kähler).

The last room is Bodernes Store Sal, a large hall where special exhibitions are held with art craft, art design and art. In the autumn and winter periods lectures are given here on subjects within the areas covered by the museum.