Das Forsthaus

Das Forsthaus

 

Das Forsthaus stammt ursprünglich aus dem kleinen Ort Vantore bei Nysted auf Lolland. Es kam 1924 ins Freilichtmuseum. Das große Gebäude stammt aus der zweiten Hälfte der 1650er Jahre, aber im Laufe der Zeit wurden am Haus mehrere Veränderungen und Erweiterungen vorgenommen. Als Museumsdirektor Alex Holch das Gebäude angeboten bekam, brauchte er nicht lange überlegen, ob er das Angebot annehmen wollte. Das alte und einzigartige Gebäude hatte sofort das Interesse des Museumsdirektors geweckt, aber das brachte ihn auch in ein Dilemma. Wie sollte er das alte Haus ausstellen und was sollte es vermitteln? Als das Haus abgebaut wurde, um zum Freilichtmuseum transportiert zu werden, wurde es aufs Gründlichste untersucht. Außerdem holte man bei den Ortsansässigen nützliche Auskünfte über die Vergangenheit des Hauses ein. Aber trotz der vielen nützlichen Informationen, die der Umzug geliefert hatte, entschied sich das Museum dafür, keine eigentliche Rekonstruktion vorzunehmen und das Gebäude nicht als Forsthaus einzurichten, da das Innere des Gebäudes so stark verändert worden war. Stattdessen wurde im Forsthaus eine Kleinbauernstube aus Vester Ulslev eingerichtet.

Das Freilichtmuseum hat sich bewusst dazu entschlossen, das Fachwerk auf einer Seite des weißgekalkten Forsthauses mit Teer zu behandeln, denn im Gegensatz zu den anderen Fachwerkhäusern im Museum ist das Fachwerk des Forsthauses sehr regelmäßig und an sich schon fast ein dekoratives Schmuckstück. Bei den anderen weißgekalkten Fachwerkhäusern des Museums wurde kein Teer verwendet.

Die Mitte der 1970er Jahre war für das Museum eine gute Zeit. Man brauchte daher einen größeren Raum, der als Laden dienen konnte. Bis dahin hatte man ein bescheidenes Holzgebäude am Eingang gehabt, aber dieses reichte nicht mehr aus, und daher richtete man nun im Forsthaus mit altem Inventar von einem Kaufmannsladen in Rødby einen Laden ein.
Seither dient das Forsthaus als Laden und Café.