Der Waldpavillon

Der Waldpavillon

 

'Skovpavillonen', der Waldpavillon, liegt nur einen Steinwurf vom eigentlichen, eingezäunten Gelände des Freilichtmuseums entfernt. Er wurde an diesem Ort im Jahre 1853 als Vergnügungsstätte für die Bürger der Umgebung errichtet. Hier wurde gekegelt, es wurden Getränke ausgeschenkt, die Jugend vergnügte sich hier beim Tanz und es gab Feuerwerk und Ballonstart. Aber mit all dem war 1867 Schluss, denn Justizrat Meincke, der wenige Jahre zuvor den Hof Skovnæs erbaut hatte, erwarb den Waldpavillon. Meincke hatte mit dem Pavillon andere Pläne und baute ihn kurze Zeit später zu einer Meierei um, die die Milch der 80 Kühe des Hofes verarbeiten sollte. Bis zum Verkauf des Hofes im Jahre 1894 diente das Gebäude als Meierei. Nach dem Verkauf richtete man darin Wohnungen für Saisonarbeitskräfte des Hofes ein. Hierbei handelte es sich um schwedische und polnische Mädchen und junge Frauen, die auf den Rübenfeldern arbeiteten. 1898 ging der Waldpavillon in den Besitz des Unternehmens 'De Danske Sukkerfabrikker' über und 1911 wurde er von der Kommune übernommen.

Mit dem Börsenkrach an der Wall Street im Jahre 1929 und der daran anschließenden Weltkrise endete der Einsatz ausländischer Saisonarbeitskräfte und das Gebäude wurde nun als Kornspeicher genutzt. 1960 bekam das Freilichtmuseum den Pavillon, der jedoch bis heute an seinem ursprünglichen Ort am Waldrand steht, von wo aus man eine schöne Aussicht über den See hat.

Eine Gruppe, die ihre Ursprünge im 'Museumsverein Museum Lolland-Falster' hat, führt seit 2009 während der Saison historische Caféveranstaltungen im Waldpavillon durch. Hier werden u.a. Kuchen serviert, die nach alten Originalrezepten aus dem 18. und 19. Jahrhundert gebacken werden. Ab und zu wird man dabei auch von zeittypisch gekleideten Cafémitarbeitern bedient.

Das Datum des nächsten historischen Cafétags im Waldpavillon finden Sie hier im Veranstaltungskalender.