Schulbestimmungen 1792

 

Am 9. März 1792 erhielt C.D.F. Reventlow die Genehmigung von König Christian VII. für seine Schulbestimmungen, die er im Jahr zuvor ausgearbeitet hatte. Mit dieser königlichen Bestätigung konnte er seine Vision von der Ausbildung der Kinder der Landbevölkerung endlich verwirklichen.

 

Die Bestimmungen umfassten nicht nur konkrete Anforderungen an die Einrichtung der Schulen, die Wartung der Schulwege, den Lohn der Lehrer und den Unterrichtsinhalt, sondern in der beigefügten Lehrerinstruktion auch eine ausführliche Anleitung über den Ablauf des Unterrichts. C.D.F. Reventlow wünschte sich einen freundlichen Schulbesuch, zu dem die Schüler Lust hatten und den sie nicht als lästige Pflicht empfanden. Daher sollten die jüngsten Schüler nicht zu lange in der Schule sitzen, und auch körperliche Strafen sollten möglichst selten angewendet werden. Um auch bei den Eltern Unterstützung zu finden, wurde das Schuljahr nach dem Arbeitsablauf der Landwirtschaft organisiert, mit Ferien zu Saat- und Erntezeiten. Auch die Höhe des zu leistenden Schulgeldes wurde reduziert. Ausbildung sollte für alle zugänglich sein, auch für die Mädchen und die Armen, denn nur durch einen klugen Verstand, ein christliches Herz und einen gesunden Körper konnte der zukünftige Wohlstand für die Landbevölkerung sichergestellt werden - und damit letztendlich auch für die Familie Reventlow und den dänischen Staat.

 

Im Gutsarchiv von Christianssæde im Reventlow-Museum Pederstrup befinden sich noch die handgeschriebenen Schulbestimmungen Reventlows aus dem Jahre 1792, die vom König persönlich genehmigt wurden.